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Das Schlafzimmer

Das Schlafzimmer wird immer mehr zum multifunktionalen Rückzugsbereich.

Wohnen wird immer wichtiger. Es werden immer mehr Hingabe und Geld in den Wohnbereich gesteckt, doch vor einem Raum macht die Gestaltungsarbeit oft Halt: dem Schlafzimmer.
Der Grund dafür mag simpel sein: Bei keinem anderen Bereich des Heims ist der Herzeig-Effekt so gering wie beim Schlafraum. Er bleibt frei von Repräsentationsdenken, weil der Fremde da nicht zu suchen hat, hier regieren Bewohner und Bewohnerin allein. Und außerdem: Die meiste Zeit, die man darin verbringt, hält man die Augen ohnehin geschlossen.
Aber in Sachen Wohnstil gerät das Repräsentationsdenken  zunehmend aus der Mode, der Trend geht eindeutig in Richtung  ,,Ich tue es für mich selbst“. Und jetzt mal ehrlich: Wo sonst könnte der Wohlfühleffekt größer sein als im Schlafraum?

Da sie immerhin ein Drittel ihres Lebens im Bett verbringen, sollten Sie bei diesem Möbelstück und im speziellen bei der Matratze keine Kompromisse eingehen.

Traditionell besteht die Einrichtung aus einem konventionellen Ensemble von Bett, Kleiderschrank und Nachttisch, manchmal kommt eine Frisierkommode dazu. Damit wird dieser Raum ganz sachlich und ergonomisch auf die Basis-Funktion Schlafen reduziert. Wo bleibt da die Fantasie? Ein gutes Beispiel geben hier schön gestaltete Hotels. Gute Hotelzimmer bieten mehr als Raum zum Schlafen.
Da steht eine kleine Sitzgruppe, da wird mit Blumen geschmückt, mit Stoffen dekoriert, mit Bildern inszeniert, mit Licht gespielt.
Kurzum: Da wird Atmosphäre geschaffen – und wir fühlen uns wohl.

Gesunde, sprich baubiologisch empfehlenswerte Materialien sind auch bei der übrigen Einrichtung des Schlafzimmers von Vorteil, das heißt Vollholzmöbel mit geölter oder gewachster  Oberfläche, Holz-, Kork- oder Teppichböden aus Naturfasern.
Das Schlafzimmer beherbergt meist auch einen Großteil der Kleidung. Ein begehbarer Schrank schafft hier Ordnung.
Wichtig ist, dass dieser Raum belüftet werden kann und wenn möglich  von zwei Seiten begehbar ist. Dieser Schrankraum kann auch als Puffer zwischen Schlaf- und Wohnbereich für zusätzlichen Schallschutz sorgen.

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